Andiamo - Literaturvermittlung & Verlag

2016 wird Dimitré Dinev mit fünfzehn anderen Autor*innen durch eine Fachjury für die Publikation schreibArt AUSTRIA ausgewählt, einem Literaturprogramm der Kultursektion des Außenministeriums, wodurch im Rahmen der österreichischen Auslandskulturpolitik ein Beitrag dazu geleistet werden soll, dass das heutige Österreich in der Welt auch als ein Land mit viel bemerkenswertem literarischen Schaffen wahrgenommen wird. (Sebastian Kurz, Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres.) Link Hier.

Der vergriffene Essayband von Dimitré Dinev Barmherzigkeit erscheint neu im Residenz Verlag Hier. Der Autor war bis 23. Mai 2016 Stipendiat der Max Kade Foundation im Lafayette College Easton USA Hier.

Abschied auf Balkanart: Überwältigende Uraufführung in Rudolstadt (OTZ) --- Und die Thüringische Landeszeitung (Mathias Biskupek) legt nach Hier.

21. November 2015: Deutsche Erstaufführung "Eine heikle Sache, die Seele" in Rudolstadt -Hier. --- "Jenapolis" --- "Lachen vertreibt Gespenster" - Interview mit Dimitré Dinev (OTZ)

Ab 7. November 2015: Wien Modern u.a. mit "Whatever works" - einem satirischen Musiktheaterstück von Dimitré Dinev. 

EA "Alice im Wunderland" nach Dimitré Dinev- Sommerspiele Melk Premiere 18. Juni 2015 SESSLER VERLAG

Dimitré Dinev & Wladigeroff Brothers am 20. Mai in Bern Hier. Einladung bulg. Botschaft Hier.

3. Oktober 2014: Topalovic & Söhne, Balkanoperette von Dimitré Dinev und Nebojsa Krulanovic UA Theater an der Rott

Dimitré Dinev erhält das Robert Musil Stipendium (2014-2017) des Bundeskanzleramts Österreich (Bundesministerium für Unterricht, Bildung und Kultur)

Veranstaltung zum Thema Betteln in Salzburg mit Dimitré Dinev und Karl Markus Gauß

Dimitré Dinev

"Wer einmal in Dinevs Welt geraten ist, verlässt sie nur ungern wieder." FRANKFURTER RUNDSCHAU

Stimmen zum Werk, Details zum Erfolg, zu: 

>> Theaterstücken; "Russenhuhn" (1999 WUK-Theater Wien), "Haut und Himmel"  (2006 Rabenhof Wien), "Das Haus des Richters" (2007 Akademietheater Wien), "Eine heikle Sache, die Seele" (2008 Volkstheater Wien);

>> Ein Licht über dem Kopf- Dimitré Dinevs Erzählband (Deuticke 2005, 192 S., Hardcover, Euro 17.90; Lizenzausgabe „Innsbruck liest“ 2006; btb-Taschenbuch 2007;rumänische Ausgabe; norwegische Ausgabe);

>> Engelszungen -seinem ersten Roman (Deuticke 2003, 598 S., Hardcover, Euro 24.90; Lizenzausgaben und btb-Taschenbuch 2006; bulgarische Ausgabe 2006, mazedonische Ausgabe 2007, türkische Ausgabe 2008, schwedische Ausgabe September 2011);

>> und seinem Erstling, dem Erzählband Die Inschrift(edition exil Wien/ andiamo-Verlag Mannheim, Dezember 2001, 148 S., broschiert, Euro 13,50). VERGRIFFEN!

(Die Erzählung „Ein Licht über dem Kopf“ wurde erstmals vom andiamo-Verlag im September 2001 veröffentlicht).

September 2013: 10 Jahre "Engelszungen" - Jochen Hörisch zu Dimitré Dinev

Dimitré_Dinev_Klaus_Servene_Düsseldorf_2013 (Foto: Xymena Gendera)

Elias Canetti-Stipendium der Stadt Wien - 2013

George-Saiko-Reisestipendium 2012 

Spanien auf der Berlinale 2012!

... und zur Eröffnung des Filmfestivals Diagonale - 20.3.2012

> Interview Kurier

Drehbuch: Dimitré Dinev, Anja Salomonowitz

Regie: Anja Salomonowitz

Mit: Tatjana Alexander, Cornelius Obonya, Grégoire Colin, Lukas Miko (u.v.m.)


DIE ZEIT DER LESER 19.Mai 2011 & kurze Antwort? Anklicken!

Dimitré Dinev - Hanser Literaturverlage

Thomas-Sessler-Verlag (Stücke: Russenhuhn, Haut und Himmel, Das Haus des Richters, Eine heikle Sache, die Seele)

Neues Buch Barmherzigkeit mit Essays im  Residenz-Verlag

Rezension Jürgen Nielsen-Sikora

Texte von Dimitré Dinev sind inzwischen in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt worden. Im September 2011 erscheinen die "Engelszungen" auf Schwedisch.

Die Presse 7.Januar 2006; Robert Menasse:

... Das stärkste Lebenszeichen der neueren österreichischen Erzählliteratur kommt aus Bulgarien, ein Roman, der über weite Strecken in Plovdiv spielt, dessen Ausgangs- und Fluchtpunkt aber der Wiener Zentralfriedhof ist: Dimitre Dinevs Roman „Engelszungen“ (bei Deuticke erschienen und als Taschenbuch soeben bei btb herausgekommen). ...                  


 

det komiske og det tragiske - "ein Licht über dem Kopf" auf

Norwegisch

"Engelszungen" ins Türkische übersetzt

 

Zur Person: Dimitré Dinev

1968 in Plovdiv, Bulgarien, geboren, Abitur am Bertold-Brecht-Gymnasium Pazardschik, erste Veröffentlichungen, Armeedienst, 1990 Flucht und Beginn des Exils in Österreich, diverse Drehbücher, 1992 Große Drehbuchförderung des Österr. Filmförderungsfonds (ÖFF), 1999 Arbeitsstipendium der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes, diverse Stücke, so das Theaterstück „Russenhuhn“, am WUK-Theater uraufgeführt; 2000 Literaturpreis „Schreiben zwischen den Kulturen“; „als Dritter zur Hälfte platziert“ (Kurzgeschichte „Boshidar“ in: „fremdland“, edition exil, Wien)

2001: Finalist der GEDOK Rhein-Main-Taunus und erster Preis - der erste 1.Preis wie Dinev betont - im Kurzgeschichtenwettbewerb des andiamo-Verlags und des Kulturamts der Stadt Mannheim („Die Inschrift“ - erste Fassung, unveröffentlicht, und „Ein Licht über dem Kopf“ in: „Hallo,Taxi“, andiamo-Verlag, Mannheim: Sept.2001). „Ein Licht über dem Kopf“ ist somit auch der erste in Deutschland publizierte literarische Text von Dimitré Dinev. Die Erzählung wird im folgenden Jahr ins Schwedische übersetzt und von Radio Stockholm gesendet.

Dezember 2001 erscheint der Debütband „Die Inschrift“. (5 Erzählungen: „Die Handtasche“, „Die Inschrift“, „Ein Licht über dem Kopf“, „Spas schläft“, „Lazarus“). Der Band wird lektoriert und herausgegeben durch Christa Stippinger.

2002: Finalist im Wiener „Anton-Kuh-Wettbewerb“ (Kurzgeschichte „Kein Wunder“), „Mannheimer Literaturpreis“, 2.Platz, (Kurzgeschichte „Das Geburtstagskind“), 1.Preis beim Satirewettbewerb der Akademie Graz („Wechselbäder“ in: „Lichtungen“, Graz). Features und Lesungen ORF und Radio Ö1, erste Lesung in Deutschland am 16.2.2002 in der kleinen Galerie Nedev in Heidelberg (17.2.2002 in der RIZ-Café Bar Mannheim; „gutenMORGEN deutschLAND 2“) und weitere bei den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt/Main); in Österreich z.B. in der österreichischen Nationalbibliothek in der Wiener Hofburg; in Deutschland zur Eröffnung des ersten Literatursommers Baden-Württemberg in Mannheim im Sommer 2002 (Kulturzentrum Alte Feuerwache). In Mannheim las er erstmals aus „Engelszungen“, seinem ersten (damals noch unvollendeten) Roman. Mit dem Fragment gelangte er in die engste Auswahl beim 3.ndl-Preis - zugleich dem offenbar letzten - des Aufbau-Verlags Berlin und zu einem Vertrag beim Franz-Deuticke-Verlag in Wien. Das Jahr 2002 brachte Dinev also - nach langen mageren Jahren - Ehre und Euros, in durchaus unüblicher Verbindlichkeit. 

September 2003 erscheinen die „Engelszungen“ und werden fast einhellig von der Kritik und fast andächtig von den Lesern begrüßt. Auf der ORF-Bestenliste Dezember rücken sie hinter den Nobelpreisträger Imre Kertesz („Liquidation“-Suhrkamp) auf den 2. Platz. Dort bleiben sie auch im folgenden Januar. Dimitré Dinev erhält einen österreichischen Pass, sowie je ein Stipendium der Stadt Wien und des Bundeskanzleramtes. 

Das Jahr 2004 lässt sich gut an: Kulturzeit (3Sat) und Treffpunkt Kultur (ORF) bringen Beiträge, die Engelszungen „landen“ auf fast allen Bestsellerlisten in Österreich. Nachauflagen werden gedruckt, später erscheint die erste Lizenzausgabe. Die Zahl von 10 000 verkauften Exemplaren wird überraschend schnell erreicht. Aus Berlin-Brandenburg erfolgt eine Einladung an Dimitré Dinev als Stipendiat der „Bundesstiftung“ ins Schloss Wiepersdorf. Aus den Niederlanden, aus Italien, Bulgarien, Schweden und Norwegen melden sich interessierte Verlage. Zu erwarten, dennoch unerwartet: Die Engelszungen werden ins Bulgarische übersetzt, allerdings nicht vom Autor. Dinev liest erstmals im bulgarischen Fernsehen und in Österreich landauf, landab, absolviert wahrhaftig viele Auftritte in Deutschland. So bei den „Wortspielen“ in München und bei der „4. Nacht der Poeten“ im Nationaltheater Mannheim (mit Feridun Zaimoglu). Er ist eingeladen zum „Internationalen Literaturfestival Berlin“ und mit Vladimir Vertlib Gast des Österreichzentrums auf der Göteborger Buchmesse. Lesungen an der Österreichischen Botschaft in Oslo und an der Hochschule in Halden, Norwegen, stehen auf dem Programm. Im September druckt die „Süddeutsche“ seine Erzählung „Wechselbäder“ komplett.

Für Dimitré folgt ein dreifach goldener Oktober 2004: In Mannheim tagt der „Kulturkreis der deutschen Wirtschaft“ im BDI und vergibt die renommierten „Förderpreise Literatur“ an Jan Costin Wagner und Dimitré Dinev. Mit dem Hans-Erich-Nossack-Preis wird Dieter Forte gewürdigt; der Dramatikerpreis geht an Händl Klaus. Zwei Tage zuvor erst hatte die Robert-Bosch-Stiftung auf der Frankfurter Buchmesse die Adelbert-von-Chamisso-Preisträger 2005 bekannt gegeben: Feridun Zaimoglu und Dimitré Dinev (Förderpreis)! Wenig später erhält Dinev den „Buchpreis der Arbeiterkammer Oberösterreich“ – die bislang sechste Auszeichnung für seine „Engelszungen“.

Mit dem Erscheinen seines Erzählungsbandes Ein Licht über dem Kopf (März 2005) auf der ORF-Bestenliste bereits im April 2005 wird klar, dass Dinevs literarischer Flug im Grunde erst begonnen hat. Wie selbstverständlich schreibt er nun gelegentlich für große Zeitungen. Wie selbstverständlich ist er Gast oder Gegenstand (oder beides) für Radio- und Fernsehsendungen mit höchstem Renommee. (3Sat Leipziger Buchmesse, Bayrischer Rundfunk und -Fernsehen, LESEZEICHEN, LITERATUR IM FOYER -Südwest-Fernsehen; NDR, RBB, ORF, Ö1, 3sat, WDR PLANET WISSEN 2/2006- u.a.). Beispiel: Gespräch mit Katrin Hillgruber dradio.de.

2006: Dimitré liest (unter anderem) im Rahmen der „Höhenflüge“ (Kulturpolitische Gesellschaft e.V. Rhein Neckar/ Ernst Bloch Zentrum) im Engelhornhaus der BASF, Ludwigshafen (Januar), beim Literaturfestival „Last and Lost“ in der Volksbühne Berlin (März) und anlässlich der dritten Auflage von „Innsbruck liest“. Denn sein Erzählband ist von einer Jury ausgewählt worden; im März 2006 liest Innsbruck „Ein Licht über dem Kopf“. Eine Veranstaltung, auf welcher Dimitré Texte anderer zeitgenössischer AutorInnen (z.B. von Vladimir Zarev) aus Bulgarien auf Deutsch, diese ihre Texte auf Bulgarisch lesen, macht (nicht nur) ihm besondere Freude. Mit besonderer Freude hat er auch an dem Projekt „Tandem“ teilgenommen (Polizisten treffen MigrantInnen) und nun im April erscheint sein literarisches Protokoll „Das Kind mit dem Schirm“  in der gleichnamigen Anthologie (Mandelbaum-Verlag).

Mai 2006: Auf Initiative des österreichischen Kulturforums Mexiko liest der Autor an der UNAM Mexiko-City

Trotz zahlreicher Lesungen, Interviews, anderer Verpflichtungen publizistischer Natur, findet Dimitré die Gestaltungskraft für seine Bühnenstücke „Haut und Himmel“, ein Drei-Personen-Stück über Liebe im Krieg, und „Das Haus des Richters“. Ersteres wird am 5.12.2006 im Rabenhof Wien aufgeführt (Regie: Hans Escher), das Echo ist enorm.  

KRONENZEITUNG, 8.12.2006: „... Dialoge von Beckett’scher Dimension ... ungewöhnliche Begabung für das Drama ...“

WIENER ZEITUNG, 7.12.2006: „... Fantastisch ist Dinevs Text – er bringt Dialoge auf den Punkt, erweckt sie schon zu Leben, bevor es die Schauspieler tun. (...) Brillantes Autorentheater.“

2007: Nach der Uraufführung der Tragikkomödie „Das Haus des Richters“ (14.April im Akademietheater/Burgtheater, Regie: Nikolaus Helbling), applaudiert das Publikum acht Minuten lang. Die Resonanz in Wien, in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland folgt überraschend schnell und breit, vielfach jedoch nicht besonders tief.  Dem größten Teil des Premierenpublikums, das zeigte der Beifall, aber auch werkorientierten Kritikern, war nach der Vorstellung klar: Dimitré Dinev hat sich nach seinem belletristischen Durchbruch nun auch die Akzeptanz als deutschsprachiger Theaterautor „verdient“ – ein Lohn der Angst, der Liebe und der Hoffnung, eben „der absoluten Kraft des Menschlichen“ (Dinev im Gespräch mit Sebastian Huber).  

Am 23.Mai wird Dinev im Armee-Theater in Sofia für „Haut und Himmel“ erstmals eine bulgarische Auszeichnung verliehen; der renommierte „Askeer“ („Soldat“), der mit dem österreichischen „Nestroy“-Theaterpreis verglichen und seit siebzehn Jahren für „das beste Stück des Jahres“ verliehen wird. Zum ersten Mal in der Geschichte des Preises wird ein im  Ausland uraufgeführtes Stück prämiert (Weitere Informationen: >> Bulgarischer „Theater-Oskar“ für „Haut und Himmel“: „Wien International“ &www.wortstaetten.at).

Zur Uraufführung 2007 "Das Haus des Richters" am Wiener Burgtheater:

dpa, Wien 15.4.2007: ... Dimitré Dinev nutzt in seinem Drama «Das Haus des Richters», das im Auftrag des Burgtheaters entstanden und im Akademietheater uraufgeführt worden ist, den griechischen Mythos als Folie für ein Drama um Flucht, Schuld und Fremdheit - und deutet die Geschichte in einem kurzweiligen Theaterabend verwirrend neu. (...) Insgesamt entsteht in Verbindung mit dem raffinierten Bühnenbild von Dirk Thiele, das auf Illusion, Imagination und Momente von Slapstik setzt, ein temporeicher Theaterabend, sprachlich brillant und mit spritzigen Dialogen. Das hervorragende Ensemble macht den Text mit großer Präzision, Tempo und Witz mit leichter Hand lebendig. (...)

 

NZZ 16.4.2007, Paul Jandl: ... Es ist eine absichtsvoll-verwirrende Paraphrase auf den Mythos von Minotaurus, bei der der Schweizer Regisseur Niklaus Helbling mit grosser Ortskenntnis und subtiler Ironie den Weg weist. (...) Labyrinthisch ist Dimitré Dinevs tragische Komödie, selbst wenn die Bühne einmal leer ist. Ist sie aber vollgeräumt, dann sieht das aus wie der Merzbau von Kurt Schwitters. (...) Nikolaus Helbling hat alles richtig gemacht. Und für Dimitré Dinevs Stück gilt: Wer hineinfindet, wird auch wieder herausfinden ...

Auf der Grundlage seiner Erzählung „Die Totenwache“ schreibt Dimitré Dinev das Stück „Eine heikle Sache, die Seele“ für das Wiener Volkstheater (Uraufführung  4.Mai 2008).

Er ist mit Orhan Pamuk "Dichter zu Gast" bei den Salzburger Festspielen 2008; eingeladen bei der Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und liest europaweit (Brüssel, Helsinki, Istanbul, und an vielen Orten mehr). Im Rahmen des europäischen, kulturellen Groß-Projekts Yollarda (Siehe z.B. www.goethe.de/yollarda) liest Dimitré am 20. Januar 2010 im türkischen Mersin (an diesem Projekt sind auch Günter Grass und Barbara Frischmuth beteiligt).

Die Ratten -Tragikomödie von Gerhart Hauptmann - Bearbeitung für das Volkstheater Wien von Dimitré Dinev wird am 4.Januar 2011 zum 25.Mal gespielt. (Premiere: 8. Oktober 2010) Gleichzeitig: Heikle Sache, die Seele erfolgreich in Rumänien; Regie: Radu Afrim; 

Haut und Himmel" - Uraufführung in Moskau *** Thomas Sessler Verlag (PDF)

>> Dimitré Dinev: Writer in Residence in Sri Lanka (2011/2012)<<

Initiative von "museum in progress"

Wien - Dimitré Dinev wird im Zuge eines vom "museum in progress" initiierten Programms "Writer in Residence" in Sri Lanka.

Bis zu drei österreichische Autoren pro Jahr sollen im Ressort der One World Foundation in Anhungalla leben und schreiben. (red / DER STANDARD, Printausgabe, 11.11.2011) <

 

 

Dimitré Dinev (Foto: Klaus Servene)

Wikipedia 

Engelszungen:

HANDELSBLATT, 21. April 2006: Bulgarische Engelszungen

Philipp Haussmann ist Geschäftsführer der Ernst Klett Sprachen GmbH, Stuttgart. Zur Zeit liest er den Roman ,Engelszungen’ von Dimitre Dinev. Darin geht es um die Geschichte zweier junger Männer, die im Bulgarien der 70er- und 80er-Jahre aufwachsen.

„Derzeit lese ich den Roman ,Engelszungen’ von Dimitre Dinev. Es geht um die Geschichte zweier junger Männer, die im Bulgarien der 70er- und 80er-Jahre aufwachsen. Ihre Geschichten und die ihrer Familien sind vielfältig verwoben, durch die Wirrnisse von Krieg und Kommunismus bis hinein in die Zeit unmittelbar nach dem Fall der Mauer. Die beiden Helden begeben sich schließlich nach Wien, um dort das Glück zu suchen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Ein Migrantenroman also, vor allem aber das bildreiche und sprachkräftige Panoptikum eines Landes am Rande Europas, dessen Menschen im Kommunismus und danach zu Helden, Opfern oder Tätern werden. Beeindruckt hat mich, wie es dem Autor gelingt, eine ganz Ära auferstehen zu lassen, und damit etwas erzählt, das weit über Bulgarien hinausweist. Es ist das Buch der politischen Wende, geschrieben in der Tradition Joseph Roths. Mit seinem Humor und seinem Tiefgang muss es für Deutschland erst noch geschrieben werden.“

Philipp Haussmann im Handelsblatt

 

Die Presse 7.Januar 2006; Robert Menasse:

... Das stärkste Lebenszeichen der neueren österreichischen Erzählliteratur kommt aus Bulgarien, ein Roman, der über weite Strecken in Plovdiv spielt, dessen Ausgangs- und Fluchtpunkt aber der Wiener Zentralfriedhof ist: Dimitre Dinevs Roman „Engelszungen“ (bei Deuticke erschienen und als Taschenbuch soeben bei btb herausgekommen). ...

 

FAZ 9.Juli 2005; Sabine Berking:

... Karneval der Blessuren: Dimitré Dinev erzählt mit fröhlichem Pathos und tiefschwarzem Humor von heimatlosen Neueuropäern ...

DIE WELT 4.März 2005; Tilmann Krause:

Es lebe die Literatur der Migranten, weil sie uns Dichter wie Dimitré Dinev beschert … Selten hat man in den letzten Jahren Bücher gelesen, in denen in einer kurzen Erzählung, manchmal auf nur einer Seite, in solcher Dichte die farbigsten, kurvenreichsten Lebensläufe vorkommen wie in den beiden nunmehr vorliegenden Titeln („Engelszungen“ und „Ein Licht  über dem Kopf“) … Auch das ist ein Novum für deutsche Literatur der Gegenwart: Hier wird die Sphäre der Transzendenz nicht mit pseudoaufgeklärter Überheblichkeit abgetan …  Die Welt

Literaturkritik.de September 2004; Ute Eisinger:

... Die Liebe des Erzählers zum gemeinsamen Zusammenhang des Lebens und dessen Erscheinungsformen teilt er mit seinem Landsmann Elias Canetti: Auch der hatte - mit Leib und Seele Liebender des Lebens - seine Zunge aus Bulgarien nach Österreich geschafft, um die Haut des Geschichtenerzählens, wie sie in der skeptischen Mitte Europas die längste Zeit schlaff durchhängt, verzerrt oder verzärtelt wird, kraft seines weiten Herzens zu retten.

 

Süddeutsche Zeitung 14.Juli 2004; Meike Fessmann:

 

... Dimitré Dinevs wunderbarer Roman „Engelszungen“ ... ist ein weiterer Beleg für die Fruchtbarkeit der Immigrantenliteratur, die diesseits und jenseits des Atlantik an Terrain gewinnt. ... Womit Dinev aber seinen Roman über alle Klippen  (der Kolportage und des Folkloristischen – K.S.) hinweg, sicher ins Ziel bringt, ist die Fluchtgeschichte der beiden Hauptfiguren. ... Das Leben im Warteraum der Illegalität ... dieses Zusammenleben verschiedenster Ethnien und Lebenstragödien bekommt man selten so eindrücklich vermittelt wie hier. ...

Der Spiegel 17.Mai 2004:

... ein sehr europäisches Buch, freilich aus dem Blickwinkel jener, die nicht so ganz dazugehören: absolut kein weiteres Stück ostalgischer Betroffenheitsprosa, sondern bemerkenswert stilsichere Literatur. Ein Buch auch und gerade für jene, denen Bulgarien bisher völlig egal war – mithin für ein richtig großes Publikum.

NDR 13.Januar 2004; Petra Hartlieb:

... Engelszungen ist ein sehr europäisches Buch ... Dinev kann sich mit den amerikanischen Bestsellerautoren des letzten Jahres problemlos messen und das liegt nicht nur am Umfang seines Buches.   ...

Kulturzeit 3sat

Die Zeit 51/2003; Markus Clauer:

... Dimitré Dinev hat eine komische und traurige Familiensaga komponiert über die Macht des Politischen und über die Tyrannei der Mächtigen – vor allem aber darüber, was diese mit den Menschen machen. ... Rührend sind die Storys in diesem lebensprallen und todesseligen Bilder-Buch, mit zartem Melos, voller Ironie und so, dass das Unwahrscheinliche wie zwingend wirkt. ... In seinem tragisch – magischen Realismus, traumschön geschrieben, ist Engelszungen ein Winterabendroman mit Hang zur ausgleichenden Gerechtigkeit. ... 

 

NZZ 8.12.2003; Paul Jandl: 

... „Engelszungen“ ist kein Selbstverständigungstext über eine Ostblockkindheit, wie so manches, was aus der jüngeren Autorengeneration kommt. Dimitré Dinev hat darauf verzichtet, sich selbst und seine Adoleszenz zum Stoff autobiografischer Betroffenheit zu machen. Stattdessen hat er in souveränem Gestus sein episches Material arrangiert. Das archaische Wesen des Erzählens, das im Alltag des Balkans noch immer eine große Rolle spielt, hat Dimitré Dinev für seinen Roman neu entdeckt. Man müsse nichts erfinden, sagt Dinev, man müsse nur zuhören. ... Über die Sprache der Nomenklatura und der privaten Erzählungen hat Dimitré Dinev in seiner Heimat genug erfahren, um einen bis ins Detail beeindruckenden Roman schreiben zu können. Den ersten einer Karriere, die gerade beginnt. ...

 

Volltext 6/2003 Dezember/Januar; Jochen Hörisch:

... Ein praller, lustvoll von Verlusterfahrungen erzählender, bei aller Leserfreundlichkeit doch zugleich komplex und kunstvoll angelegter Roman, der hält, was sein Titel verspricht: hier erzählt einer mit der Zunge gefallener und wiederauferstandener Engel von den Verirrungen und vom Reiz vieler ineinander verschlungener Lebenswege. Auf der Suche nach Glück machen die, die diese Wege begehen, eine Erfahrung, die Gottfried Benn in Verse gekleidet hat: Kommt, reden wir zusammen / wer redet, ist nicht tot.

 

Die Presse (Spectrum) 15.November 2003; Gudrun Braunsperger:

 

... Mit „Engelszungen“ hat ein Autor bulgarischer Provenienz die deutschsprachige Literatur bereichert, am Beginn des 21. Jahrhunderts vorgeführt, dass ein mit Spannung erzählter Roman nicht unbedingt in der europäischen Vergangenheit des 19.Jahrhunderts gesucht werden oder in der Landschaft der südamerikanischen Gegenwartsliteratur angesiedelt sein muss. Dinev erinnert daran, dass es die Tradition des Erzählens war, die literarisches Schaffen als künstlerische Form kultiviert hat, und dass gutes Erzählen ein unverzichtbares Element innerhalb des Spektrums von „guter Literatur“ ist: In diesem Sinn ist Dinevs Roman das Produkt eines gelungenen Kulturtransfers im Zeitalter der Multikulturalität. ...

Die Presse (Schaufenster) 19.September 2003; Peter Stuiber:

... Mit seinem Roman „Engelszungen“ hat Dimitré Dinev ein grandioses, tragikomisches Panorama europäischer Geschichte des 20.Jahrhunderts vorgelegt. ...  eine große literarische Überraschung!

Falter.at

 

Texte von Dimitré Dinev sind inzwischen in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt worden. Dimitré Dinev betätigt sich auch als Förderer und Herausgeber, als Juror und Sprecher für "das absolut Menschliche". Es bleibt - natürlich - bei den bereits 2001 formulierten beiden abschließenden Sätzen:

Über seinen großen Erfolg freuen sich alle die ihn kennen. Die ihn noch nicht kennen haben eine Entdeckung noch vor sich.

Wir wünschen ihm das Allerbeste!

Klaus Servene (KS), Januar 2014 (first update: 07/2001) 

 

Nach der Burgtheaterrede am 12.März 2008 (Foto: Klaus Servene)

 

Nie wieder. Wie sicher ist das europäische Friedensprojekt? 12.März 2008, Burgtheater Wien - mit Birgit Minichmayr, Elisabeth Orth, Klaus Bachler, Klaus Maria Brandauer, Johannes Krisch - Rede von Jorge Semprún, gelesen von Rudolf Scholten - Rede von Dimitré Dinev

>> Mit seiner Rede zu den Reizworten "Europa", "Frieden" und "Sicherheit" entpuppte er sich als ein ebenso kluger wie gewitzter Rhetoriker: "Frieden ist das Wort, dem ich, seit ich in Österreich bin, am häufigsten auf Friedhöfen begegnet bin. Es ist das Wort danach [...]. Im Unterschied zum Frieden begegne ich dem Wort Sicherheit tagtäglich. Ich lese es in Zeitungen oder auf Plakaten, die die Haltestellen zieren." << DER STANDARD 

 

 

Ein Licht über dem Kopf:

(10 Erzählungen: „Wechselbäder“, „Die Handtasche“, „Laß uns Radio hören“, „Lazarus“, „Spas schläft“, „Von Haien und Häuptern“, „Die neuen Schuhe“, „Ein Licht über dem Kopf“, „Die Totenwache“, „Kein Wunder“). 

Hamburger Abendblatt16.Juli 2005; Matthias Gretzschel:

 

... Man kann fast süchtig werden nach diesen unerhörten Alltagsgeschichten ...

 

Frankfurter Rundschau2.Juni 2005; Carmen Eller:

… Wer einmal in Dinevs Welt geraten ist, verlässt sie nur ungern wieder.

 

Literaturen 04/05; Daniela Strigl:

Mit Dimitré Dinev hat endlich auch Österreich eine Immigranten-Literatur. Der erste Roman des gebürtigen Bulgaren, der in seiner Heimat ein deutsches Gymnasium besuchte, machte vor zwei Jahren Furore: Mit „Engelszungen“, einem viel gelobten, viel gekauften und gewichtigen 600-Seiter, trat Dinev den Beweis an , dass der Baum des Erzählens nicht nur in angelsächsischer, sondern ebenso in slawischer Erde gedeiht. (…) Da schüttet einer sein Füllhorn auf die darbende deutsche Kopf-Literatur. …

 

Deutschlandradio 15.April 2005; Carsten Hueck:

 

… Dinevs Erzählungen sind (…) keineswegs deprimierende Sozialreportagen, sondern eine furiose Mischung von slawischer Seele und deutschem Wortwitz. Die Figuren stemmen sich trotzig und temperamentvoll gegen ihre erdrückenden Lebensumstände. Sie verfügen über den lakonischen, bitteren Humor der Unterprivilegierten, über die beinahe irre Heiterkeit von Verlorenen. (…) Selten findet man menschliches Scheitern so zärtlich beschrieben wie bei diesem Autor.

 

taz 17.März 2005; Stefan Kister:

… Niemand kann so schön von der Sonne erzählen: Der bulgarische Autor Dimitré Dinev verhilft in seinem Erzählband „Ein Licht über dem Kopf“ jenen zur Sprache, die in den unübersichtlich gewordenen und immer noch getrennten Welten von Ost und West ihre Persönlichkeit zu verlieren drohen. …

 

Volltext Februar/März 2005;Jochen Hörisch:

… Dinevs Prosa ist lebensdrall und lebenssatt, wortmächtig und witzig, trostspendend und trotzig in jedem Wortsinne. … Dinev kombiniert eine uralte und eben deshalb ungemein frische Lust am Erzählen mit Geist, Witz und mit einer Lebensfreundlichkeit, die viel zu sehr mit Schutt, Leid und Endlichkeit vertraut ist, um harmlos zu wirken. So leserfreundlich kann der Geist der Erzählung die Glocken läuten und das Licht über dem Kopf erstrahlen lassen.

 

 

Die Inschrift:

(5 Erzählungen: „Die Handtasche“, „Die Inschrift“, „Ein Licht über dem Kopf“, „Spas schläft“, „Lazarus“).

 

Barbara Frischmuth: 

Dimitré Dinevs Erzählen ist ein sehr unmittelbares, das im Nu eine poetische Welt erstehen läßt, deren Bewohner uns nahe gehen. Und doch sind sie so erfrischend anders als die, mit denen wir gerechnet hatten.

Rundfunk Ö1 „exlibris“ Gudrun Braunsperger:

... Dimitré Dinev hat sich dazu entschlossen, auf Deutsch zu schreiben, und er folgt damit großen Vorbildern; nur wenigen, wie etwa Samuel Beckett oder Vladimir Nabokov ist es gelungen, literarischen Rang auch in fremden Sprachen zu behaupten ... Pathos und Ironie sind gleichermaßen vorhanden in der Sprache Dinevs, die eine eigentümliche Macht hat. Er spricht in Bildern, die anrühren: zum Beispiel die Frau, die sich so schnell bekreuzigt, dass ihre Hand einer Schwalbe gleicht, die ihr zerstörtes Nest sucht. Oder: Der Glöckner Kosta, den ein Schwarm Waldbienen so zurichtet, daß sein Kopf aussieht wie eine Kirchenglocke. Oder: Der Schmied Deljo, der so heftig und leidenschaftlich mit seiner Frau schläft, als ob er alle Buchstaben der Inschrift in einer Nacht nachschmieden wollte. Und bei all dem ist Dinevs Sprache knapp und reduziert wie in den Erzählungen Tschechows ...  

Bernhard Wondra, Kulturamt der Stadt Mannheim:

Bilder wie Wechselbäder. Dimitré Dinevs Stil besticht durch Prägnanz und Zielsicherheit. Heiß und kalt, tragisch und komisch. Weltumbrüche von einem Satz zum nächsten. In Empathie für seine Figuren, engagiert gegen die Verhältnisse, denen sie unterliegen, lakonisch und  distanziert, dennoch hautnah, in Sanftmut und Bestimmtheit zugleich. Ein Phänomen, das Lust macht auf mehr.

Jürgen Engler, ndl- neue deutsche literatur; Zeitschrift für deutschsprachige Literatur, bis Mai 2004 im Aufbau-Verlag: Dimitré Dinev ist ein bemerkenswertes Erzähltalent.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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